Ausstellungen

Höchste Eisenbahn - 150 Jahre Eisenbahn in Oldenburg, vom 2. April bis 5. November

Das Museumsdorf Cloppenburg und das Stadtmuseum in Oldenburg zeigen eine gemeinsame Sonderausstellung


Ansichtspostkarte mit dem Bahnhof Eckwarden. Er war die vorletzt Station auf der Butjadinger Strecke

 

Das Herzogtum Oldenburg gehörte zu den letzten deutschen Bundesstaaten, die einen Eisenbahnanschluss bekamen. 1867, als ganz Europa schon von einem Schienennetz überzogen wurde, konnte hier die erste Verbindung zwischen Bremen und der Landeshauptstadt Oldenburg eröffnet werden. Neben finanziellen Gründen war es vor allem die Missgunst seiner Nachbarn, die Oldenburg nicht zum Zug kommen ließen.
Die Eisenbahn war nur eins von den Großprojekten, die dieses Land in der Mitte des 19. Jahrhunderts stemmen musste. Weite Landesteile harrten damals noch ihrer Erschließung durch Verkehrswege. Die Marschgebiete benötigten befestigte Chausseen, die Moorgebiete brauchten Kanäle. Da nimmt es nicht Wunder, dass Zweifel aufkamen, ob sich ein teurer Eisenbahnbau überhaupt lohnt, wenn er in erster Linie ländliche Gebiete erschließen soll.

1A-Tenderlokomotive „Flink“. Sie hatte einen Umgang um den Kessel und war als die einzige oldenburger Lokomotive mit einer Schüttfeuerung ausgerüstet

Die Diskussion um die Effizienz einer Eisenbahn in ländlichen Regionen wurde im Oldenburgischen zwei Mal geführt: Im Oldenburger Landtag, als die Anlage einer Eisenbahn beschlossen wurde und in den 1980er Jahren, als massive Proteste weitere Streckenstilllegungen verhinderten. Beide Male übertraf der Erfolg den die G.O.E. (Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn) und später die Nordwestbahn hatten alle Erwartungen.  

 

Schaftransport in Bockhorn Anfang der zwanziger Jahre

Die Ausstellung im Museumsdorf untersucht die Wirkung der Eisenbahn auf die ländlichen Regionen. Es werden die Menschen vorgestellt, die durch und mit der Eisenbahn lebten. Wir zeigen z. B. den Landwirt, der sein Schlachtvieh mit der Eisenbahn ins Ruhrgebiet transportieren ließ, den Unternehmer, der durch die Eisenbahn seinen Betrieb aufbauen konnte, den Schüler, der zur weiterführenden Schule in die Stadt fuhr und den Tagesausflügler, den die Bahn aufs Land brachte. Unser Gang durch die Oldenburger Eisenbahngeschichte endet bei den Menschen, die gegen die Streckenstilllegungen demonstrierten und dadurch den späteren Erfolg der Nordwestbahn ermöglichten.

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